Jesus Christus ist das Zentrum unserer Gemeinde.
Hier sind wir zu Hause.
Wir wollen Gott die Ehre geben und mit unseren Gaben Menschen zur Nachfolge Jesu einladen. Leitbild der Kirchengemeinde

Halt.

Halt einfach mal an.

Worum geht es eigentlich?

Und was machen wir?

Was machen wir daraus?

Aber was könnte es mit uns machen?

Wenn wir es zulassen würden.

 

(zu Hebräer 4,7 und Psalm 95,7)

Der Kern des Evangeliums ist, dass ausnahmslos jeder Mensch die Versöhnung mit Gott braucht.

Diese Versöhnung ist nur durch Jesus Christus möglich.

Alle Menschen gehen ohne Jesus an ihrer wahren Berufung und Identität vorbei und leben getrennt von Gott.

Jesus Christus hat diese Trennung überwunden.

Jesus hat uns gerettet und er ermöglicht uns, in unserer Berufung zu leben und dabei eng mit Gott verbunden zu sein.

Dieses Leben mit Jesus ist kein Verlust, sondern die eine unendlich große Bereicherung und Erfüllung für jedes Leben.

Dieses bessere Leben beginnt für alle Menschen, die anerkennen, dass sie auf Jesus angewiesen sind, und „Ja“ zu Jesus Christus sagen.

Dieses neue, ewige Leben fängt nicht erst in der Zukunft an, z.B. im „Himmel“, sondern es kann jetzt und hier beginnen und wird nie mehr aufhören, wenn du es willst und dein „Ja“ zu Jesus sagst.

(Jörg Lüvelsmeyer)

Der Gott der Bibel ist kein toter Gott, sondern eine lebende Person.

Als Schöpfer des gesamten Universums existiert er unabhängig von unseren Vorstellungen über ihn.

Er ist souverän und berechtigt, zu tun und zu lassen was ihm beliebt ohne irgend jemand Rechenschaft darüber abzulegen.

Dieser Gott liebt mich ohne Vorbedingungen, obwohl mein Verhalten ihm gegenüber das nicht hergibt.

Er möchte lediglich von mir, dass ich diese Liebe erwidere.

Um es mir leichter zu machen diese Entscheidung zu fällen hat er seinen Willen und seine Ansichten den Menschen mitgeteilt und aufschreiben lassen.

Jeder Mensch kann nachlesen, wer und wie Gott ist und was er fordert.

Um noch mehr Menschen zu retten hat er seinen Sohn Jesus Christus als Mensch auf die Erde gesandt.

Jesus hat den Menschen neu und doch unverändert von Gott erzählt.

Um uns die Begegnung mit dem heiligen und unnahbaren Gott zu ermöglichen, hat er alles, was uns von Gott trennt, aus purer Liebe auf sich genommen.

Er hat es durch seinen Tod vernichtet und durch seine Auferstehung für immer besiegt.

Das Eingehen einer persönlichen und gelebten Beziehung zu Jesus Christus erwidert seine Liebe.

Es lässt mich trotz allem schuldhaften Denken und Verhalten an seinem Sieg über Schuld und Tod und an seiner Gemeinschaft mit Gott teilhaben.

Diese Beziehung wünscht sich Gott mit allen Menschen.

Es ist die Aufgabe der Kirche, allen Menschen so davon zu berichten, dass sie es gut verstehen können und allen, die es wollen, ein Leben mit Jesus Christus zu ermöglichen.

Die gelebte Beziehung zu Jesus Christus drückt sich dadurch aus, dass ich immer selbstverständlicher und häufiger mit ihm rede, ihm sorgfältig zuhöre, in seinen aufgeschriebenen Worten lese und gerne von ihm lerne.

Dadurch weiß ich, dass Gott mich liebt und es gut mit mir meint.

Ich akzeptiere seine Herrschaft über mein Leben und weiß, dass ich davon profitiere wenn ich auf ihn höre.

Der Heilige Geist hilft mir jeden Tag, Gottes Willen zu erkennen, seine Liebe zu begreifen, anzunehmen und weiterzugeben.

Die lebendige Beziehung zu Jesus Christus und die permanente Hilfestellung durch den Heiligen Geist verbessern meine Beziehung zu Gott und zu meinen Mitmenschen.

Die erfahrene Liebe Gottes in meinem Leben kann und will ich an andere Menschen weitergeben.

(Jörg Lüvelsmeyer)

Wo viel Träume sind,
da ist Eitelkeit und viel Gerede;
darum fürchte Gott!
Prediger 5,6

Ich weiß es noch wie heute: „Äh, äähh, ääähhh!“
Mein kleiner Sohn war auf der Suche nach einer passenden Unterhaltung für seine ach so gelangweilten Eltern fündig geworden.
Sein ausgestreckter Zeigefinger wies unterstützend in fast senkrechtem Winkel nach oben. Wohnzimmerschrank, 4. Etage.
Da steht sie, die kleine Dose mit dem Pusteröhrchen.

Und wenn Papi dieser autoritären Erziehung jetzt nicht Folge leistet und ins Röhrchen pustet, drohen härtere Zwangsmaßnahmen. Also eingetunkt und reingeblasen. Vor staunenden Kinderaugen verwandeltet sich das Wohnzimmer alsbald in ein Meer bunt schillernder Seifenblasen, die gemächlich nach unten schweben.
Jetzt beginnt für meinen Sohn eine spannende Jagd.
Einmal eine Seifenblase einfangen. Einmal nur eine Luftblase festhalten. Immer wieder schnappen die kleinen Kinderhände zu. Und immer wieder packen sie ins Leere. Was man sicher zu haben glaubte, ist plötzlich einfach weg...

Träume können etwas Schönes sein. Wenn ich an die Schule zurückdenke, dann sind die Träume während des Unterrichts die prägendsten Erlebnisse, die größten Reichtümer, die ich aus den Lernbunkern herausschmuggeln konnte.
Der Mensch ist arm, der keine Träume hat, keine Wünsche.

Aber was, wenn wir nur Seifenblasen anpeilen? Immer wieder hinterherrennen, zupacken, aber im Augenblick, wo wir unsere Träume zum Greifen nahe haben, sind sie plötzlich weg, geplatzt, wie so eine Seifenblase.
Und wer bewahrt uns davor, Schaumschlägern hinterherzulaufen?

Eigentlich lebt unsere Gesellschaft von dem Seifenblasenprinzip. Die ganze Werbung bläst kräftig ins Röhrchen.
Bei jeder Wahl bläst auch die Politik schwarze, gelbe, grüne, rote und braune Seifenblasen über das Volk.
Im Kino und auf Video werden uns Illusionen verkauft. Wir selber blasen wohl auch kräftig mit.
Und manchmal sehen wir die Wirklichkeit nicht mehr vor lauter bunt schimmernder Seifenblasen.

Eigentlich stört mich die bunte Welt der Seifenblasen nicht. Gefährlich wird’s nur, wenn wir zupacken wollen, wenn es ums Handfeste geht. Gefährlich wird es, wenn ich denke, ich hätte was, ich hätte viel, aber in Wirklichkeit habe ich gar nichts und packe da, wo ich zupacken will, ins Leere.

Kann es sein, dass wir unser Leben an Illusionen aufhängen?
Und wenn, wie kann ich das verhindern?

„Fürchte Gott“, sagt Salomo, der weise König Israels.

Ein komischer Rat. Aber ich merke in meinem Leben immer wieder den Finger Gottes, der in die Seifenblasen sticht, die mir die Welt bedeuten, an denen ich mein Leben hänge, denen ich hinterherhechele.
Gott zerstört meine Träume und manchmal bin ich ihm deswegen richtig sauer.

Aber andererseits, was hätte ich davon, einer Illusion hinterherzuleben. Gott bringt mich auf sicheren Boden zurück. Gott fürchten heißt auch, sich davor fürchten, dass er meine Träume vielleicht platzen lässt, aber trotzdem das eigene Leben, die Perspektiven und Zielvorstellungen immer wieder unter sein Urteil zu bringen.

Im Letzten darauf zu vertrauen: Gott meint es gut mit mir.

Herzlichst
Ihr Thomas Ehlert

Wir leben in einer Welt, die immer mehr miteinander vernetzt ist und in der die einzelnen Staaten immer mehr miteinander zu tun haben. Da stellt sich nicht nur die Frage nach der wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit, sondern auch die, wie Menschen aus verschiedenen Kulturen und Religionen friedlich miteinander umgehen können. Immer wieder wird in diesem Zusammenhang überlegt, welche Rolle die verschiedenen Religionen spielen: Ob sie nicht sowieso alle zu Gott führen oder ob es nicht besser wäre, wenn Glaube zur Privatsache erklärt werden würde. Dieser Artikel versucht, aus christlicher Sicht eine Antwort auf diese Fragen zu geben.

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Danke, Jesus, dass

du uns das Schwere

erträglich

machst, und das Leichte

schön.

"Vertraut euch meiner Leitung an und lernt von mir, denn ich gehe behutsam mit euch um und sehe auf niemanden herab. Wenn ihr das tut, dann findet ihr Ruhe für euer Leben." (Jesus, Matthäus 11,29)

"In welchem Maß wird diese Person zulassen, dass Gott die nächste Stunde mit seiner Gegenwart prägt?" (Frank Laubach)

"Wie wunderbar es ist, dass niemand auch nur einen einzigen Moment warten muss, bevor er anfängt, die Welt zu verbessern." (Anne Frank)

"Die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind keine Dinge!" (Mandy Feist, zu Matthäus 6,19-21)

"Allein Christus, allein die Schrift, allein durch die Gnade, allein durch den Glauben." (Martin Luther)

"Ganz gleich vor welchen Problemen die Gemeinde insgesamt oder wir persönlich stehen, ein Mehr von Gott ist der Ausweg." (Günther Krallmann)

"In einem abstürzenden Flugzeug gibt es keine Atheisten." (Dieter Nuhr)

"Es gibt keine Situation, in der beten falsch ist." (NN)

"Die meisten Menschen haben Schwierigkeiten mit jenen Bibelstellen, die sie nicht verstehen. Mir dagegen bereiten nicht die unverständlichen Bibelstellen Bauchweh, sondern diejenigen, die ich verstehe.“ (Mark Twain)

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen." (Immanuel Kant)

"Wer nichts weiß, muss alles glauben." (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

"Die Liebe überwindet den Tod, aber es kommt vor, dass eine kleine üble Gewohnheit die Liebe überwindet." (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

"Gott misst Erfolg nach Gehorsam und Treue." (Studienbibel Begegnung fürs Leben, S. 1192)

"Visionen machen die Gegenwart unerträglich." (NN)

"Der Glaube bringt den Menschen zu Gott, die Liebe bringt ihn zu den Menschen." (Martin Luther)

"Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat." (Jesus, Johannes 3,16)

"Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe, als sie verdienen." (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach)

"Das Wort Segen drückt für mich aus, dass das, was ich bin und habe, eben nicht aus mir selbst kommt." (Heinrich Bedford-Strohm, 3E 4/16)

"Die Tatsache, dass du als Ebenbild Gottes geschaffen wurdest, ist die tiefste und fundamentalste Aussage über dich." (Johannes Hartl)

"Gemeinden sind keine Programme, sondern Familien. Es geht um Menschen, nicht um Unterhaltung oder anziehende, gut verpackte Ideen." (Martin Bühlmann)

"Wir können mit unseren Stärken besonders kraftvolle Fehler machen." (Gunter Schmitt, 3E 4/13)

"Ehrfurcht vor dem Herrn zu haben ist Weisheit und dem Bösen aus dem Weg zu gehen ist Erkenntnis." (Die Bibel, Hiob 28,28)

"Wer Mund und Zunge bewahrt, der bewahrt sein Leben vor Not." (Die Bibel, Sprüche 21,23)

"Alles, wonach du dich sehnst, findest du in Jesus." (NN)

"Versprich Jesus gar nichts - erlaub ihm endlich alles!" (Hans-Joachim Eckstein, Aufatmen 4/2016)

"Glück ist, zu begreifen, wie wenig ich brauche und wie viel ich habe" (Bianca Bleier, Aufatmen 4/2016)

"Kirche ist nicht ein Ort, zu dem man geht. Kirche ist, was wir sind!" (Jörg Ahlbrecht, Aufatmen 4/2016)

"Wer meint, alles zu wissen, hat noch viel zu lernen." (Thomas Härry)

"Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe." (Götz Werner)

"Man soll was man kann." (NN)

"Das Recht ist ein zeitlich Ding, das zuletzt aufhören muß, aber das Gewissen ist ein ewig Ding, das nimmermehr stirbt." (Martin Luther)

"Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht." (Albert Schweitzer)

"Nur der kann sich der Not der Welt in ihrer ganzen Breite entgegen stellen, der den Mut hat zur ersten kleinen Tat." (Johann Hinrich Wichern)

"Ohne die Nähe Gottes bleiben mir alle Worte der Bibel fremd." (Heinrich Christian Rust)

"Die Ausstrahlungskraft einer Kirche hängt nicht an der Höhe ihres Budgets." (Heinrich Bedford-Strohm, 3E 4/16)

"Leuchttürme laufen nicht herum, um Boote zu finden, die sie retten können. Sie stehen einfach da und leuchten." (Anne Lamott) zu Matthäus 5, 14-15

"Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte." (Gustav Heinemann)

"Wer nirgendwo hin will wird irgendwo ankommen." (NN)
"Wer nichts erreichen will wird nichts erreichen." (James Malon)

"Die Hauptsache ist, dass die Hauptsache die Hauptsache bleibt." (James Malon)

"Zeit hat man nicht, man muss sie sich nehmen!" (NN)

"Ein Gespräch darf keine Einbahnstraße sein. Nur dann entfaltet sich die positive Wirkung des Zuhörens." (Carlo Ancelotti)

"Manchmal besteht mein Glaube nur noch daraus, dass mein Glaube zurückkehren wird." (Joanne K. Rowling) zu Markus 9,24

"Hüten Sie sich davor, das Böse in Ihr Herz zu lassen, weil es dort für immer bleiben wird." (Hercule Poirot)

"Gott sieht wer wir sind, und was möglich ist mit uns." (Martin Schleske)

„Da ist der Wurm drin . . .“, so sagt man, wenn etwas immer wieder nicht funktioniert. In meinen Schuhen ist kein Wurm drin, sondern ein Knoten, aber es kommt auf das Gleiche raus. Zuschnüren geht dabei noch, aber entschnüren, das führt zu weiterem Knotenchaos, das geht irgendwie nicht mehr reibungslos.
Es läuft nicht mehr wie am Schnürchen. Der eine Knoten führt beim Öffnen zu weiteren Knoten. Irgendwie verhakt und verheddert sich das Schuhband, dann muss ich genervt entknoten, bis es wieder geht.
Wenn erst einmal der Wurm (der Knoten) drin ist, dann gibt es kein Entkommen mehr. Längst ist der Ursprungsknoten so eingezogen, dass ich ihn nicht mehr auseinander pfriemeln kann. Eine „Lösung“ gibt es nicht.
An den Gordischen Knoten muss ich denken, den keiner entwirren konnte. Dem, der das schaffte, wurde ein großes Reich versprochen. Der Legende nach löste Alexander der Große das Problem auf seine Art, in dem er den Knoten mit dem Schwert zerschlug. Die Redewendung, den Knoten zerschlagen, hat hier ihren Ursprung.
Wäre das eine Lösung für mein Schuhwerk? Aber dann wäre das Schnürband kaputt. Richtig binden ließe sich der Schuh nicht mehr, und ich würde wortwörtlich aus den Latschen kippen.
Kleiner Knoten – große Wirkung!

Warum erzähle ich Ihnen das?

Weil meine Schuhprobleme ein Bild für unsere Lebensprobleme sind.
Weil der Schuldknoten drin ist in meinem Lebensfaden, verwirrt es sich immer wieder und immer wieder neu. Das Grundproblem sorgt für immer wieder neue Probleme und Verstrickungen. Haben wir den einen Knoten mühsam gelöst, entwickelt sich an dem alten, festgezurrten, unlösbaren Knoten direkt wieder eine neue Baustelle. Wir lösen dauernd irgendwelche Lebensknoten, aber das Problem lösen wir nicht.
Ich kann ein Lied davon singen, dass es nicht viel nützt, den einen Knoten zu entknoten, wenn dann an dem unlösbaren Knoten jedes Mal wieder ein neuer hineingebunden wird. Dabei ist es bei den Schuhen ganz einfach – neue Schnürsenkel müssten her und die Schuhschleife ließe sich wieder reibungslos binden und entbinden.
In diesen Tagen sind wir in der Passions- und dann in der Osterzeit. Manche sagen, am Kreuz geht es um Vergebung der Schuld, und das stimmt irgendwie auch. Aber es geht um mehr. Es geht darum, dass ein Neuanfang möglich wird. Es geht um ein neues Leben, so dass mir der Schnürsenkel meiner Schuldprobleme nicht dauernd auf den Senkel geht. So beschreibt die Bibel Christsein. Nicht immer wieder Schuld entwirren, aufpfriemeln, lösen. Statt dessen neu starten zu dürfen.

Darum:
Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Korinther 5, 17)

So beschreibt Paulus den Neuanfang, die Erneuerung, das neue Leben, das Jesus uns schenken will. Das ist das, was Jesus in wunderbarer Weise an Karfreitag und Ostern möglich gemacht hat. Der Knoten ist geplatzt.

Mein Tipp: Machen Sie sich den Knoten ins Taschentuch, um sich daran zu erinnern.

Herzlichst Ihr
Pfr. Thomas Ehlert
(aus dem Gemeindebrief 1/2017)

Der Autofahrer an der Ampel neben mir kurbelt die Scheibe runter: „Sind Sie noch zu retten?“, raunzt er mich an. „Sie haben mich voll geschnitten“.
„Bist du noch zu retten?“, höre ich mich selber schimpfen, nachdem das ganze Badezimmer schwimmt, weil einer der Sprösslinge vom Badewannenrand für das Turmspringen in der Freibadsaison geübt hat.
„Bist du eigentlich noch zu retten...“; das heißt doch wohl: Das, was du tust, ist so dämlich, dumm und daneben, dass ernsthaft infrage zu stellen ist, ob man dir noch helfen kann.

Sind Sie noch zu retten?

Die Gnade Gottes ist erschienen,
um alle Menschen zu retten.

So Paulus in seinem Brief an Titus (Titus 2, Vers 11).

Gott fragt scheinbar nicht, ob da noch was zu retten ist.
Er überlegt nicht, ob das den Aufwand lohnt.
Er wägt nicht ab. Er schimpft nicht und klagt nicht.

Er rettet.

Gott beantwortet die Frage: „Bin ich noch zu retten?“ mit einem dicken „Ja!“.

Er hat seine Rettungsaktion schon längst gestartet und an Ostern durch die Auferstehung seines Sohnes Jesus Christus von den Toten erfolgreich abgeschlossen.

Rettung ist möglich. Jetzt liegt es an uns.

 

Aber da gibt es zwei Einwände, mit denen wir unsere eigene Rettung blockieren.

Der erste heißt:
„Ich bin doch nicht mehr zu retten!“

Er wird von Menschen formuliert, die unter den Fehlern und Verfehlungen ihres Lebens wirklich leiden.
Die mit sich selbst ins Gericht gehen und vor sich selbst nicht bestehen können.
Die wissen, dass der Restwert ihres Lebens eine Reparatur, eine Rettung nicht lohnt.
Die es darum nicht begreifen können, dass sie Gott seinen eigenen Sohn wert sind.
Die darum glauben, Gott hätte sie allemal und längst abgeschrieben.
Sie verstehen nicht, dass Gottes Gnade Amnestie bedeutet, die eben nicht danach fragt, was war.

Der zweite Einwand heißt:
„Ich bin doch nicht zu retten!“

Er wird von Menschen formuliert, die die Provokation dieses Verses verstanden haben.
Wenn Gott retten muss, dann müsste es ja schlimm um mich stehen.
„Ich brauche keine Rettung“, sagen sie.
„Mein Leben ist nicht in der Gefahr abzusaufen. Ich habe es eigentlich ganz gut im Griff.“

 

Ich werde mich hüten, hier zu widersprechen. Nur möchte ich zu bedenken geben, ob das nicht ein Leben ist nach dem Motto:
Keine Panik auf der Titanic!

Die Leute damals auf dem Luxusliner waren schon längst nicht mehr zu retten, als sie noch fröhlich tanzten und sich an der Bar einen neuen Cocktail einschenken ließen.
Man muss den Eisberg nicht sehen, um an ihm zu kentern.
Man kann lange krank sein, bevor die Krankheit ausbricht.
Man kann auf einer schönen Straße fröhlich fahren und merkt noch nicht, dass es eine Sackgasse ist.

 

Merke: Rettung ist nicht erst dran, wenn ich mich danach fühle.

Darum möchte ich Ihnen mit dem Bibelwort zurufen: „Lassen Sie sich retten!“

Gehen Sie Schritte auf Gott zu.
Vielleicht erst mal einen ganz kleinen, vorsichtigen, tapsigen Schritt.
Ein Gebet, das sagt: „Ich will lernen anzunehmen, was du in Jesus für mich getan hast. Hilf mir dabei!“

Herzlichst Ihr
Pfr. Thomas Ehlert

(aus dem Gemeindebrief 3 / 2016)

Was wäre der Mensch ohne Gefühle?? Ein Roboter, der ein trostloses Dasein fristet?! Wahrscheinlich.

Gott sei Dank sind wir mit einer mega Bandbreite von Gefühlen ausgerüstet.

Doch was, wenn wir in Bezug auf Gott nur wenig spüren? Wenn wir nicht oder kaum spüren, wie er unseren Mangel ausfüllt? Wie er uns liebt? Wie groß seine Gnade ist??

Kann es sein, dass diese Fragen unter Christen selten ausgesprochen werden und dennoch in vielen Köpfen sind? Nähern wir uns einem Tabu-Thema??

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Bei dem, der

einfach nur ist,

kann ich

einfach nur sein.

 

zu 2. Mose 3,14

Der Mann, um den es heute geht, sitzt im Knast. Er geht auf und ab, hin und her, her und hin. Gedanken quälen ihn.
Johannes der Täufer, der Vorbote des Messias, sitzt in der Festung Machärus gefangen. König Herodes Antipas hat ihn gefangen genommen.
Und Jesus predigt, tut Wunder allenthalben, aber ihn lässt er sitzen. Dabei sollte der Messias doch auch kommen, um die Gefangenen frei zu machen.

Als aber Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hörte, sandte er seine Jünger und ließ ihn fragen:
Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? (Mt. 11,2-3)

Also gehen sie und fragen Jesus. Aber der sagt nicht: „Ja, ich bin es“. Das wäre doch so schön einfach gewesen. Die Johannesjünger kommen zurück nach Machärus. Nächste Besuchszeit: „Johannes, alles klar, grünes Licht, es läuft, er ist es.“

Doch was antwortet Jesus?

Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr hört und seht:
Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt. (Mt. 11,4-5)

„Berichtet, was ihr gehört und gesehen habt!“.
Es war doch eine klare Frage. Warum keine klare Antwort? Warum sagt Jesus nicht: „Ich bin es“?
Weil er das nie sagt! Nicht bei Petrus und auch nicht bei seiner Verurteilung durch Pilatus.
Es gibt eigentlich keine Aussage, wo Jesus das so gerade heraus und deutlich sagt: „Ich bin der Messias“.
Jesus weiß, in dem Moment, wo das infrage steht, hilft doch eine Beteuerung seinerseits nicht mehr weiter.

Nicht, ob er sich für den Messias hält, ob Sie ihn dafür halten, ist doch die Frage.
Nicht, ob er das glaubt, sondern ob Sie ihm das glauben.

Ein Beispiel: Sie werden von der Polizei angehalten. Aber Sie sind ein bisschen skeptisch, ob das in Wahrheit Polizisten sind. Die Uniform sitzt ein bisschen schnodderig. Die sind noch sehr jung.

Wie kommen Sie da weiter?
Mit der Frage: „Sind Sie Polizisten?“.
Da werden die nicht sagen: „Nein, wir haben uns nur verkleidet und Sie zum Spaß angehalten“.
Wenn das ein Spaß ist, dann werden die doch ab jetzt ihre Rolle nur umso glaubwürdiger spielen.

Wie kommen Sie an die Wahrheit ran? – Über die Dienstmarke? Wissen Sie, wie die aussehen muss, damit die echt ist?
Was Ihnen helfen würde, wäre nur eine anhaltende Beobachtung. Ein „Ja, ich bin’s“ hilft nicht weiter.

Darum sagt Jesus: „Hört und seht“.
Darum kommt die Frage an Jesus wie ein Bumerang immer wieder zu den Fragenden zurück:
„Was sagst du? Bild dir deine Meinung!“
Wir müssen wissen, wie wir uns zu ihm verhalten, wer er ist.

Wissen Sie, wer Jesus für Sie ist?
Haben Sie eigentlich eine klare Position?
Haben Sie eine Antwort auf die Anfrage des Johannes?

Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?
Ist Adventszeit für Sie Warten auf den Gottessohn oder warten Sie auf was anderes?

Glauben Sie, dass die Hoffnung dieser Welt in diesem Namen steckt?
Glauben Sie, dass die Rettung Ihres Lebens hier ihren Ausgang nimmt?
Ist er es oder wollen Sie auf einen andern warten?
Kommt und seht!

Ein solche Adventszeit wünscht Ihnen Ihr
Pfr. Thomas Ehlert

(aus Gemeindebrief 4/2016)

Gott, unser Vater im Himmel!
Du bist heilig, hilf uns bitte dich so wahrzunehmen und anzureden.
Wir bitten dich darum, dass du deine Herrschaft bald allen zeigst und voll zur Geltung bringst.
So, wie dein Wille bereits jetzt im Himmel geschieht, soll er auch bei uns auf der Erde wirksam werden.
Versorge uns bitte heute mit allem, was wir zum Leben nötig haben.
Vergib uns, wo wir an dir und an den Menschen schuldig geworden sind.
Hilf uns, damit wir denen vergeben können, die an uns schuldig wurden.
Lass bitte nicht zu, dass wir vom Bösen überwältigt werden, sondern mach uns frei von der Macht des Negativen in uns und über uns.
Denn du hast alle Macht, du hast unüberwindbare Kraft und nie endende Herrlichkeit.
Du bist ewig.
Amen.
(nach Matthäus 6, 9-13)

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.

Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.

Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke, 11.9.1902, Paris

Gedanken zum Nach- und Weiterdenken...